Reif für die Insel... - Teil 2

12/09/2016 – Verlag intern

 

 

Heute geht es los...

Bereits am Freitag habe ich davon berichtet: Für mich geht es für knapp zwei Wochen auf die Insel! Genau genommen nach Sansibar – nein, nicht in die Bar auf Sylt, sondern auf die Insel vor dem Festland Tansanias. Für 10 Tage helfe ich dort bei einer Meeresschildkrötenschutzstation aus und erkunde die Gewürzinsel. Die Station entstand 1993 und hat sich – wie der Name schon sagt – dem Schutz von Meeresschildkröten verschrieben. Fünf von sieben Arten der Meeresschildkröten weltweit sind auf Sansibar beheimatet. Doch Wilderei, Umweltverschmutzung und Tourismus gefährden sie (weltweit) zunehmend. Meine Freiwilligenarbeit wird von der Organisation World Unite! koordiniert. Mit der Hilfe dieses Anbieters kann man sich weltweit bei Projekten engagieren und Praktika absolvieren.

 

 

Warum ausgerechnet Schildkröten?

Nun zum einen haben Meeresschildkröten für mich etwas sehr erdendes und beruhigendes. Eine Schildkröte, die gemächlich durchs Wasser gleitet, ist für mich eines der anmutigsten Erfahrungen, die man erleben kann. Man ist automatisch im Hier und Jetzt und vergisst alle Alltagsprobleme. Oder, wie es Regula Meyer in ihrem Buch „Tierische Begleiter“ ausdrückt: „Sie verbindet dich mit der Erde als Quelle der Liebe, sie beruhigt, entschleunigt und schützt dich.“ Zum anderen sind wir, die global Reisenden, die Welthungrigen, die Entdecker, mit Schuld daran, dass dieses wunderbare Tier so gefährdet ist. Auf einsamen Stränden, wo die Schildkröten jahrzehntelang ihre Eier im Sand ablegten, stehen nun Hotels und liegen Touristen im Sand. Unwissende Reisende nehmen Schildkrötenpanzer als Souvenir mit nach Hause und – nicht zuletzt – verschmutzen die Weltmeere zunehmend. Es wird Zeit, etwas zurück zu geben, auch wenn dies nur ein kleiner Anfang sein kann.

 

 

Warum Sansibar?

Es ist richtig, es gibt über die ganze Welt verteilt Meeresschildkrötenschutzstationen. Auch in Mittelamerika oder Asien kann man sich dem Schildkrötenschutz widmen. Doch zum einen gibt es auf und um Sansibar viele (fünf von sieben) Meeresschildkrötenarten. Zum anderen fasziniert mich persönlich das südliche Ostafrika sehr. Bereits vor einigen Jahren habe ich zwei Monate im südlichen Afrika verbracht. Jedes Land hat mich dort auf seine Weise fasziniert. Zudem hat Sansibar – was ich bisher gelesen habe – eine traumhafte Natur und eine unglaublich reiche und vielfältige Kultur. Allein die Gewürzfelder müssen beeindruckend sein. Haben Sie schon einmal Vanille, Muskatnuss und Pfeffer nebeneinander auf einer Plantage wachsen sehen? Ich nicht und ich freue mich darauf, mir dies anschauen und endlich dahin gehen zu können, wo der Pfeffer wächst. ;) Außerdem bin ich sehr gespannt, wo der große Freddy Mercury (ein weiterer Held meiner Jugend) geboren und – zum Teil – aufgewachsen ist.

 

 

Also viele Gründe, bei dem Meeresschildkrötenschutz auf Sansibar mitzuhelfen!

Ich muss zugeben, ein bisschen aufgeregt bin ich schon. Noch nie zuvor war ich einer Meeresschildkröte so nah. Ein paar Mal habe ich sie im Meer vorbeigleiten sehen, doch habe ich immer genügend Abstand gehalten, um sie nicht in ihrem Weg zu stören. Ich freue mich sehr auf diese Chance, die mir nicht zuletzt der Verlag ermöglicht, und halte Sie gerne – soweit der Internetempfang es zulässt – auf dem Laufenden! Schauen Sie doch auf unsere Facebookseite vorbei, falls Sie aktuelle Bilder und Kurzberichte von meinem Abenteuer interessieren!

Auf bald!

Ihre Kirstin Dreimann