Reif für die Insel... - Teil 1

09/09/2016 – Verlag intern

 

Liebe Autorin, lieber Autor,

 

 

so schön der Alltag auch ist und man die Routine in Job und Freizeit schätzt, manchmal lockt das Abenteuer und man möchte neue Erfahrungen machen, sich auf neuen Ebenen weiterbilden und eine andere Perspektive einnehmen. So ist es auch bei mir. Jeden Tag lerne ich etwas Neues, sowohl beruflich, als auch privat. Es gibt immer spannende Änderungen, neue Herausforderungen und kleine Abenteuer und trotzdem bleibt man hierbei doch meist in seinen Strukturen und in seiner kleinen Erdscheibe. Ja, Scheibe! Denn es fällt schwer im Alltag über seinen Tellerrand hinauszuschauen und die ganze, runde Welt zu erblicken. Joachim Kamphausen hat neulich in seinem Verlegerblog über die Bedeutung des inneren und äußeren Friedens gesprochen. Dort schreibt er „Im Alltag – ob privat oder beruflich – fällt es mir wirklich nicht leicht, bei meinen Erwartungen an mich und bei allem Funktionierenwollen und -müssen, mich und die Welt um mich herum bewusst wahrzunehmen und mich zu spüren.“ So geht es auch mir. Nur zu oft bin ich gefangen in meinem Trott, nehme mich und meine Umwelt nicht mehr richtig wahr, sondern ziehe immer die gleichen Lösungen aus immer den gleichen Schubladen. Es ist schwer, diesem Trott zu entkommen. Der beste Weg für mich, um mich wieder mit mir selbst zu verbinden und die Welt und mich einmal fern ab von Alltag und festgefahrenen Strukturen wahrzunehmen, ist es, in eine komplett andere Welt einzutauchen. Alles Heimische zurücklassen. Das Handy auf lautlos stellen und die Menschen und Tiere dort voll und ganz zu erfahren und Gemeinsamkeiten – oder auch Unterschiede – zu entdecken. So erweitert sich die heimische Scheibe jedes Mal ein kleines bisschen und ich habe – zurück in der Heimat – neue Energie auch meine beruflichen Kontexte aus einem neuen Blickwinkel zu sehen. Vielleicht hat mich hier Reinhard Meys Lied „Dunkler Rum“, ein Lied, das wir früher oft im Familienurlaub hörten, etwas zu sehr geprägt?! In diesem Lied geht es um einen Mann, der sich aus seinem Alltag in die Ferne träumt. Zum Schluss wird er von einem Geschäftstelefonat aus seinem Traum gerissen. Der Mann am anderen Ende wirft ihm vor: „Ehrlich Mann, du bist reif für die Insel!“. Und nun ist es also soweit: Auch ich bin reif für die Insel!

 

 

Nicht einfach nur Urlaub

Warum ich Ihnen das hier alles erzähle? Nun, normalerweise dienen mir Individual- und Rucksackreisen in ferne Länder für diese Erdung und als Inspirationsgeber. Doch dieses Mal habe ich mir etwas Besonderes ausgesucht: Ich möchte nicht nur in das Land reisen, sondern Teil davon werden. Nicht in einem touristischen Ort in einem Hotel wohnen, nicht nur die touristischen Attraktionen des Landes kennenlernen. Nein, diesmal möchte ich dabei und nicht nur da sein. Ich möchte Teil der dort lebenden Menschen werden. Ihre Kultur und Ihren Alltag kennen lernen und vor Ort bei anstehenden Arbeiten helfen. Diese Idee, die persönliche Weiterentwicklung mit einem sozialen Projekt zu verknüpfen, fand im Verlag so großen Anklang, dass ich die Ehre habe von der J.Kamphausen Mediengruppe unterstützt zu werden. Eine Unterstützung, für die ich unendlich dankbar bin und für die ich mich mit einer kleinen Berichterstattung und (hoffentlich) vielen schönen Fotos bedanken möchte! Nicht jeder Arbeitgeber würde so positiv reagieren!

 

Habe ich Sie neugierig gemacht? Am Montag geht es los und gerne berichte ich Ihnen dann in unserem tao-blog, wo es für mich hingeht. Also begleiten Sie mich ein Stück und schauen Sie Montag wieder rein!

Auf bald!

Ihre Kirstin Dreimann