Was bringt die Instagram-Bilderwelt für AutorInnen?

19/09/2016 – Selfpublishing-Tipps

 

Ihr Lieblingsessen auf dem Teller drapiert, Selbstportraits mal gelockt, geglättet, gefärbt, aus- oder verschlafen, gestylt oder jogginghosenlastig, beim Italiener um die Ecke, im Fitnessstudio oder bei Muttern, Saftfrischekick, Coffee to go oder daheim, Ausblick auf Stadt, Land, Fluss oder eigenen Garten – Alltagssituationen und -bilder, die wir alle kennen und – ja, genau immer wieder gerne betrachten. Ist es nicht so? Also, wir geben es zu, wir schauen gerne Bilder – besonders bei Menschen, die wir zu kennen scheinen und besser kennenlernen möchten…

Viele AutorInnen fragen sich, ob diese Form der Darstellung über bunte Bilder eigentlich etwas bringt für das eigene Buch und die Lesergewinnung. Bis vor einigen Jahren waren die meisten bei Facebook oder Twitter aktiv, doch immer mehr AutorInnen tummeln sich inzwischen auf den Onlineplattformen Instagram oder Pinterest, deren Schwerpunkt das Posten und Teilen von Bildern ist.

 

 

Doch was kann und soll die bunte Bilderwelt denn bringen?

Instagram und Co sind wertvolle Ergänzungen zur Buchvermarktung und ganz besonders zur eigenen Markenbildung. Der Mix sozialer Netzwerke ist sinnvoll, um wirkungsvoll eine interessierte Leserschaft aufzubauen und zu binden.

Machen Sie sich zur Marke, erzählen Sie in Bildern von sich als Person, von Ihren Vorlieben und Abneigungen, von Ihren Verabredungen, auf wen Sie sich freuen, was Ihnen begegnet, auffällt, über den Weg läuft – einfach Erlebnisse aus Ihrem Alltag und aus Ihrem Umfeld. Die Follower möchten Sie besser kennenlernen, ein wenig „hinter die Kulissen schauen“, Ihre Welt und Einstellungen verstehen. Instagram-Bilder sind Momentaufnahmen Ihres Lebens, Sie sollten möglichst spontan, eher privat und emotional sein. Nur marketingwirksame Posts interessieren die Nutzer nicht und sind daher völlig wirkungslos. Sind Sie interessant, ist es auch Ihr Buch!

Um Aufmerksamkeit zu erzeugen, spielen Ästhetik und Professionalität Ihrer Bilder eine Rolle. Die Form hängt vom Bildinhalt ab: spannend ist es, immer wieder auch Schnappschüsse einzubauen, ein Accessoire oder Objekt sollte im ansprechenden Setup fotografiert werden, Bücher o.a. stets klar und pur ohne Schnickschnack oder unaufgeräumtes Büro drum herum. Bildbearbeitung, interessante Ausschnitte, Filter setzen und das Spiel mit der Tiefenschärfe sind gute Möglichkeiten für interessante Wirkung und zeigt Sachverstand. Probieren Sie es einfach mal aus...

Nutzen Sie für die Kommunikation mit Ihrer (zukünftigen) Leserschaft mehrere Kanäle und verknüpfen Sie sie miteinander. Machen Sie Ihre YouTube-ZuschauerInnen zu LeserInnen, LeserInnen zu ZuschauerInnen, Instagram-Follower zu Facebook-FreundInnen und Facebook-FreudInnen zu Blog-Followern – die Wirkung wird sich einstellen.

Was ist Instagram? Hier erfahren Sie mehr >>>>

Was ist Pinterest? Hier erfahren Sie mehr >>>>

 

Instagram

Instagram ist ein kostenloser Online-Dienst zum Teilen von Fotos und Videos – eine Mischung aus Microblog und audiovisueller Plattform und ermöglicht es, Fotos auch in anderen sozialen Netzwerken zu verbreiten. Bis Juni 2016 wuchs die Mitgliederanzahl dieser Plattform auf über 500 Millionen an. Instagram hat im Januar 2016 erstmals offizielle Zahlen für Deutschland genannt und spricht von 9 Millionen aktiven Nutzern. Diesjährigen Statistiken zufolge werden jede Minute mehr als 40.000 Fotos und Videos und damit täglich knapp 60 Millionen Beiträge hochgeladen. Zur Nutzung steht eine App für Android, iOS und Windows 10 Mobile zur Verfügung.

 

Pinterest

Pinterest ist ein soziales Netzwerk, in dem Nutzer Bilderkollektionen mit Beschreibungen an virtuelle Pinnwände heften können. Andere können diese Motive teilen (repinnen), ihren Gefallen daran ausdrücken oder es kommentieren. Der Begriff Pinterest setzt sich zusammen aus den englischen Begriffen  pin = ‚anheften‘ und interest = ‚Interesse. Bedeutet, dass man durch das öffentliche „Anheften“ an der digitalen Pinnwand seine eigenen Interessen herausstellen kann. Diese können öffentlich und seit Ende 2012 auch privat abgespeichert werden. Pinterest hat kürzlich erstmals offizielle Nutzerzahlen gemeldet und kommt auf 100 Millionen aktive Nutzer weltweit. Für Deutschland gibt es keine offiziellen Zahlen, je nach Studie sind 2 bis 3 Millionen deutsche Pinterest-Nutzer realistisch. 80% der Nutzer sind weiblich, bei Jugendlichen unter 18 Jahren scheint das Portal keine große Rolle zu spielen.

(Mit Material von Wikipedia)