Tag der Erde – Im Interview: Manfred Ehmer

22/04/2016 – Autoren im Focus

 

Heute ist Tag der Erde!

Es ist Zeit, sich darauf zu besinnen, wie wichtig eine gesunde Welt für uns ist und darüber nachzudenken, was jeder Einzelne von uns für ein gesundes Fortbestehen des Planeten beitragen kann.

In vielen Kulturen wurde und wird Mutter Erde aufgrund ihrer Wichtigkeit und Präsenz als Göttin verehrt. Manfred Ehmer hat eine Vielzahl dieser Kulturgeschichten der Verehrung in einem Buch zusammengefasst. 

 

Lieber Herr Ehmer,

 

in Ihrem Buch „Gaia – Portrait einer Göttin“ geht es um die verschiedenen Kulte, Mythen und Mysterien unserer Mutter Erde. Gibt es einen Aspekt, der Sie besonders bewegt oder berührt hat?

Für mich war es das Wichtigste, den spirituellen Aspekt der Mutter Erde in den Vordergrund zu stellen, also klarzumachen, dass es sich bei der Erde um eine eigenständige Wesenheit mit Bewusstsein handelt, um eine planetare Intelligenz, die Anteil hat an der allgemeinen kosmischen Intelligenz. Ich habe in dem Buch auch Belege dafür gebracht, dass es in den frühen Hochkulturen Kulte, Riten und Einweihungen gab, die sich auf die Mutter Erde bezogen, dass man diese also zu den Gottheiten rechnete.

 

Im Prolog Ihres Buches schreiben Sie „Die Göttlichkeit der Erde gilt es also wiederzuentdecken, und dazu mag auch das vorliegende Buch beitragen[…]“. Was, glauben Sie, hat dazu geführt, dass die Menschen die Göttlichkeit und Heiligkeit der Erde aus den Augen verloren haben?

Sie haben die Göttlichkeit der Erde aus dem Auge verloren infolge einer einseitig materialistischen Sichtweise, die sich historisch gesehen in Europa seit der frühen Neuzeit durchzusetzen begann. Damit verbunden war eine nutzen-orientierte Sichtweise, die in Verbindung mit dem sich entwickelnden frühen Kapitalismus die Erde nur noch als ein auszubeutendes Rohmaterial ansah. Diese kapitalistisch-materialistische Sichtweise der Erde besteht bis heute ungebrochen weiter fort, abgesehen von einigen wenigen Ansätzen des Umdenkens in letzter Zeit, die in Richtung Gaia-Hypothese und Öko-Spiritualität gehen.

 

Sie haben einen Trailer zu Ihrem Buch erstellt. Was muss man im Vorfeld bedenken? Welche praktischen Tipps zur Realisation können Sie anderen AutorenInnen geben?

Technisch gesehen habe ich den Buch-Trailer mit Word Power Point erstellt, das ja zum Word Office Paket dazugehört; man erstellt eine Präsentation und speichert sie anschließend unter „Video“ ab. Dann lädt man es auf YouTube hoch, wobei man nicht vergessen darf, sich vorher natürlich einen eigenen YouTube-Kanal zu reservieren. Eine Power Point Präsentation besteht im Prinzip aus Bildern. Ich habe hauptsächlich die Abbildungen verwendet, die im Buch schon vorhanden waren, Texte von rein erklärender Funktion dazu geschrieben, und optional kann man auch eine Hintergrundmusik auswählen. Wichtig ist dabei, dass sowohl die Bilder als auch die Musik copyright-frei sind, denn sonst bekommt man Probleme mit dem Urheberrecht. Übrigens: die Laufzeit des Trailers beträgt 1 Minute und 48 Sekunden. Sehen Sie selbst:

 

Welche Erfahrungen haben Sie mit Ihrem Trailer gemacht, welche Reaktionen haben Sie bekommen?

Das Problem ist, dass ein solcher Trailer auch nicht für sich selbst wirbt. Er wurde vor einem Jahr eingestellt und hatte bisher 118 Aufrufe. Das ist nicht gerade viel, wenn man bedenkt, dass bei YouTube die Zahl der Aufrufe meist in die Zehntausende geht. Man sollte den Trailer in eine gutbesuchte Webseite einbinden oder an entscheidenden Stellen dorthin verlinken, um die Beachtungswerte deutlich zu steigern.

(weitere Tipps zum Erstellen eines Buchtrailers und zum anschließenden Marketing geben wir gerne noch einmal in einem gesonderten Blogbeitrag!)

 

Wie sind Sie zu tao.de gekommen und was sind Ihre Erfahrungen mit diesem Selfpublishing-Portal?

Ich bin zu tao.de über tredition.de gekommen, einem anderen Selfpublishing-Portal, bei dem ich vorher schon ein anderes Buchprojekt realisiert hatte. Meine Erfahrungen bei beiden Portalen (die ja auch eng zusammenarbeiten) sind positiv.

 

Was raten Sie anderen AutorInnen, die kurz vor der Veröffentlichung ihres ersten Buches stehen?

Autoren, die vor der Erstveröffentlichung stehen, kann ich einiges raten: 1. Es hat in der Regel überhaupt keinen Sinn, sich an kommerzielle Verlage zu wenden; die Chancen, dort zu veröffentlichen, sind praktisch gleich null. Es kommt eigentlich nur Selfpublishing in Frage. 2. Ich rate Autoren, die Anfänger sind, unbedingt  , die Leistungen eines Lektorats in Anspruch zu nehmen, die bei Selfpublishing Portalen ja oft optional mit angeboten werden. Ich halte ein Lektorat für absolut notwendig, denn der Neuling sieht seine eigenen Fehler nicht. 3. Ich rate Neulingen, sich den Selfpublishing-Dienstleister gut auszuwählen, das Preis-Leistungsverhältnis genau zu überdenken und den Blick für unseriöse Angebote zu schärfen. 4. Außerdem empfehle ich, das Buch in allen drei Formaten zu veröffentlichen, Hardcover, Paperback und e-Book. Das Buch nur als e-Book zu veröffentlichen, ist nicht sinnvoll, denn das wird nicht genug wahrgenommen.

 

Mehr Informationen zum Buch finden Sie hier:

 

Hier gibt es mehr zum Autor:

www.manfred-ehmer.net