Entwicklung (innere und äußere)

Wunder jenseits von Töpfchen und Kröpfchen

20.10.2017

Dein Bericht vom Eckhart Tolle-Retreat hat mich fasziniert, lieber Joachim. Ich selbst habe das Phänomen 2010 ja auch am eigenen Leib erfahren, bei seinem damaligen Vortrag in Hannover. Offenbar ist es etwas signifikant anderes, ob ich mich kognitiv mit Themen wie Achtsamkeit und Meditation beschäftige – in der Hoffnung, dass vom Kopf auch etwas in tiefere Ebenen wie Herz und Seele sickert –, oder ob ich einem Menschen gegenübersitze, der wie Eckhart Tolle sprachlich nicht zu fassende Qualitäten verkörpert.

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Fantasie gegen Erfahrung eintauschen

24.08.2017

Der Titel entstammt einem Zitat aus dem Film „Weit“  – dreieinhalb Jahre hat ein Paar die Welt bereist und dabei fast 100.000 Kilometer zurückgelegt. Nachwuchs haben die beiden in der Zeit auch bekommen. Ein Wagnis, von dem viele träumen und welches in Filmen, Büchern und den vielen Reise-Blogs immer wieder beschworen wird: Dem Alltag adé sagen, aufbrechen in ein fremdes Land, Kulturen und Gebräuche kennenlernen – in der Hoffnung, dass diese Impulse auch in unserem Inneren etwas bewegen, wir irgendwie verändert heimkehren. Bereichert um Erinnerungen, die uns in unserem Gefühl von Lebendigsein bekräftigen, der Gewissheit, die kostbaren Lebensjahre nicht blass und angepasst verstrichen lassen zu haben.

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Wohltätigkeit von der Stange

28.07.2017

Als Kind litt ich an Asthma. Und kann mich noch gut an die Erleichterung erinnern, wenn ein einziger Sprühstoß Wunder vollbrachte: Endlich wieder atmen können! Wie viel einfacher und wie viel effektvoller als der Versuch, die Luftnot mühsam mit erlernten Atemtechniken lindern zu wollen.

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Spenden? Nein, danke!

12.07.2017

Die Unart des Spendens ist eine Kumpanei der übelsten Sorte. Wir waschen uns mit unserer den Planeten ausbeutenden, egozentrierten, hedonistischen Lebensart rein durch die Überweisung von ein paar (oder vielleicht ein paar mehr) Euros. Dieses Geld wird dann von Hilfsorganisationen vereinnahmt, die vornehmlich damit ihr Unternehmen stärken. Sie verwenden ein Großteil der Spenden dazu, ihre hiesigen Mitarbeiter (Verwaltung, Werbung, Marketing) und hiesige Unternehmen, die Hilfsgüter liefern, zu alimentieren.

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Das Upgrade als moderne Heilslehre

30.06.2017

Manches im Leben währt ewig. Naja, zumindest fast: „Bis dass der Tod euch scheidet“, schwören Heiratende einander im Treueschwur. Wer Scheidungsstatistiken studiert, dem droht im Hinblick auf den Wert von Kontinuität einiges an Ernüchterung. Die Hälfte der Ehen werden inzwischen wieder geschieden. Anscheinend gelangen wir immer wieder an einen Punkt, wo der „Lack ab ist“, wo das Faszinosum Neuheitswert verblasst. Was dann folgt, das lassen Hollywood-Streifen genau wie einschlägige Liebesromane in der Regel wohlweislich im Nebulösen. Es interessiert schlichtweg nicht mehr, schließlich kennen die beiden einander irgendwann – und was soll dann schon noch passieren? Routine ist out. Die Dinge sollten den gewissen Pep beibehalten, sonst wird es fad und etwas in uns beginnt, sich zu langweilen.

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Leben ohne das „So bin ich halt“-Backup

04.05.2017

Was ist eigentlich die grundlegende Frage, die meiner spirituellen Suche zugrunde liegt? Sicher, da gibt es einige Antworten. Aber im Kern lande ich doch bei: Wer bin ich? Was macht mich aus, jenseits von dem, was ich auch in einen Lebenslauf schreiben könnte?

Identität bildet sich unser gesamtes Leben über.

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Begegnen ohne den „Ich muss was schaffen“-Pegel

24.03.2017

Da sprichst du einen spannenden Punkt an, lieber Joachim: Als soziale Wesen sind wir darauf angewiesen, echte Begegnungen zu haben, sie zählen zu unseren Grundbedürfnissen.
Man denke nur an die grauseligen Experimente, bei denen aufwachsenden Kindern zu Forschungszwecken liebevolle Zuwendung vorenthalten wurde. Heutzutage kaum denkbar, aber es ist gar nicht einmal so lange her, dass ausreichend Nahrung und Wasser als hinreichende Voraussetzungen fürs Gedeihen erachtet wurden.

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Meine Aspekte der Digitalisierung

24.02.2017

Guten Tag, liebe LeserIn,
was mich derzeit immer wieder aus der Fassung bringt, sind die Urteile über die verschiedenen Aspekte der Digitalisierung. Mit dem starken Scheinwerfer der öffentlichen Aufmerksamkeit wird mal der eine mal der andere Aspekt beleuchtet und mit wilden verherrlichenden oder dämonisierenden Spekulationen bzgl. der Entwicklungsszenarien verbunden.

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Gläsern bis zur Schmerzgrenze

16.02.2017

Fürwahr, das Internet ist wirklich ein seltsames Gebilde: Einerseits stoße ich in Gesprächen immer wieder auf die Meinung, dass es uns als Gesellschaft kostbare Potenziale eröffnet – etwa, weil wir uns von Geschehnissen auf dem Globus ein Bild machen können, wie es früher schlichtweg nicht möglich war, oder, weil wir uns mit Menschen vernetzen können, die ähnliche Interessen haben und die uns ohne das Internet nie und nimmer begegnet wären (oder wir hätten es nicht zu würdigen gewusst) –, andererseits sprichst Du diesen gläsernen Aspekt an, der einem sehr wohl Unbehagen bereiten kann.

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