Juli 2014

Finde Deinen eigenen Groove

23.07.2014

Oh Mann, Andreas, was Du da so plastisch beschreibst – das gemeinsame Tanzen als Flow- und Glückserlebnis, bei dem sich die eigenen Begrenzungen ganz plötzlich aufzulösen beginnen – das kann uns auch beim gemeinsamen Singen, bei der Arbeit und, warum in die Ferne schweifen, auch beim Schreiben erwischen. Vielleicht hat es damit zu tun, dass wir uns mit einer Aktivität an den großen Energiestrom anschließen.

Werde durch das, was Du gibst

Wer sich einbringen, sein Potential entfalten, sich der Welt mitteilen darf, wird auf eine ganz besondere Weise beschenkt. Materielle Bedürfnisse treten zurück und machen einem Gefühl des Aufgenommen-Seins in eine Gemeinschaft Platz, die trägt, die beglückt. Sich als Teil von etwas Größerem zu erleben, gibt neuen Möglichkeiten und neuen Erfahrungen Raum und kurz zuvor noch kaum für möglich gehaltene Entwicklungen geschehen. Durch unser Mitteilen treten wir in einen Dialog ein, dessen Substanz stark von der Qualität unserer „Sendung“ abhängig ist. So geraten wir in einem guten Fall schnell über den Tellerrand unserer eigenen beschränkenden Perspektive hinaus. Wir dringen auf Gebiete vor, die uns unbekannt sind. Das fühlt sich nicht unbedingt toll an. Wenn wir jedoch tun, was wir können und geben, was wir haben, ergibt sich alles Weitere aus dem spontanen, wechselseitigen Zusammenspiel. Und das Leben bringt dann überraschendes und beglückendes hervor.

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Den Groove der Gruppe finden

10.07.2014

Kennen Sie den Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“? Bill Murray spielt einen Wetteransager, der in einer Zeitschleife gefangen ist und immer wieder denselben Tag durchlebt. Er soll als Reporter vom Murmeltiertag berichten, den eine kleine US-Stadt einmal jährlich begeht. Eine Existenz in Endlosschleife – da will kein rechter Lebensmut aufkommen. Das ändert sich, als er anfängt, Ziele zu entwickeln und Mitmenschen zu einem besseren Tag zu verhelfen. So erobert er sogar das Herz einer Frau – und entkommt der Zeitschleife.

Dieser Film kam mir in den Sinn, als ich in den letzten zwei Monaten am Zeitsprung teilgenommen habe, einem Bielefelder Community-Tanzprojekt der Superlative: 500 Laien-TänzerInnen, die fast jeden Tag mehrere Stunden mit Profi-ChoreographInnen ein Tanztheaterstück einstudieren, das sich gewaschen hat. Bevor es losging, hatte ich eine Vorstellung, was mich erwartet: Den Körper erkunden, wortlos eine Geschichte erzählen.

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