Welt-Grafiker-Tag! Wichtige Tipps zum Buchlayout von Wilfried Klei

27/04/2016 – Expertenrat

 

Einen kreativen bunten schönen Tag wünschen wir Ihnen heute allen und ganz besonders allen GrafikerInnen, denn heute ist ihr Tag: Heute ist Welt Grafiker Tag!

Woher er kommt? Wir haben mal recherchiert:

Es ist der Jahrestag der Gründung der Icograda, des Weltdachverbandes für Grafikdesign und visuelle Kommunikation. Der Name ist eine Abkürzung für „International Council of Graphic Design Associations. Am 27. April 1963 nahm der Weltdachverband der Grafiker in London seine Arbeit auf, heute sitzt er in Montreal und setzt sich aus Kreativen aus 57 Ländern zusammen. Das klingt nach viel schöpferischer Power, oder?!

Der Verband pflegt ein weltweites Netzwerk und engagiert sich für visuelle Kommunikation und alles rund um`s Design und die entsprechenden Berufsbilder, die sich über die Jahre immer mehr verändern. Was aber immer wichtig war, ist und sein wird: Freude an Gestaltung und eine große Portion an Kreativität!

Auch in der Buchgestaltung ist die grafische Unterstützung, der Blick für die phantasiereiche Covergestaltung, die optische Betonung und visuelle Interpretation des Inhalts von wesentlicher Bedeutung. Wer kennt ihn nicht, den Spruch „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“? Der Buchtitel fällt uns ins Auge, zieht uns an, lässt uns einen Blick auf den Inhalt der letzten Umschlagseite werfen… Dank sei dem Gestalter, dem visuellen Kommunikator.

Heute am Welt Grafiker Tag würdigen wir die Arbeit der Kreativen ganz besonders. Machen auch Sie mit. Liebe AutorenInnen, sagen Sie Ihrem Grafiker/Ihrer Grafikerin doch heute mal DANKE. Ihre ideenreichen Partner werden sich über diese nette Geste an „ihrem“ Tag sicher freuen.

Und wenn Sie noch überlegen, ob und wann Sie grafische Unterstützung bei Ihrem Projekt benötigen, stellen wir Ihnen hier einen erfahrenen Grafiker mit jeder Menge Inspiration und Designideen vor.

Auf das Bunte, Farbige, Kreative in unserem Leben!

 

Wilfried Klei – Dipl. Grafikdesigner – gibt wichtige Tipps zum Buchlayout

 

Kurzvita

Ausbildung zum Farbenlithograf, Studium Visuelle Kommunikation an der FH Bielefeld, seit 1977 freier Grafik-Designer, Mitbegründer des Design-Büros wpd-Design, seit 1986 KleiDesign, Grafikbüro in Las Palmas, GC., ab 1989 Grafik in Bielefeld, Arbeitsbereich: Print-Medien (Logos/Signet, Geschäftspapiere Anzeigen, Prospekte/Flyer, Plakate, Buchumschläge/Buchlayouts usw), www.klei-design.de
 

Es gibt viel zu bedenken bei der Veröffentlichung eines Buches. Da ist es hilfreich, Experten an der Seite zu haben, die ihre Erfahrungen weitergeben. Bei den Fragen rund um Ihre Buchgestaltung  - vom Buchsatz bis zur verkaufsfördernden Gestaltung und passendem Design für Ihr Buchcover - kann Wilfried Klei der richtige Ansprechpartner für Sie sein.

 

Welches Buch lesen Sie gerade?

Das Prinzip Selbstermächtigung, David Bowie: Die Biografie

 

Wo und wann lesen Sie am liebsten?

Im Urlaub und auf der Terrasse

 

Welches Buchcover gefällt Ihnen besonders gut und warum?

Jodorf, Shambhala: stimmungsvolle Umsetzung des Inhalts
Norman, John Lennon - Die Biographie: Mit einfachsten grafischen Elementen alles sagen, was im Buch steht

 

Wie sind Sie zum Design gekommen?

Als Jugendlicher, durch ein Vorbild angeregt, die Liebe zu guten Bildern und deren Inspiration, Umsetzung von Stimmungen zu Bildern.

 

Was reizt Sie besonders an der Gestaltung von Büchern?

Der Versuch, den Inhalt optisch nach außen sichtbar zu machen, die Gestaltung auf kleinem Format, eine Einheit von außen und innen zu schaffen, den Inhalt gut und übersichtlich zu strukturieren, das Ziel, zeitlos bzw. über einen langen Zeitraum Bestand zu haben. Jedem Buch sein eigenes Gesicht zu geben

 

Gibt es auch Mode-Trends beim Buchdesign?

Ja, natürlich. Wer aber nur darauf schaut, braucht alle zwei Jahre ein neues Cover. Buchtitel müssen ansprechend und zeitgemäß sein, aber frei von modischen Schnickschnack ohne Verbindung zum Inhalt.

 

Wie gehen Sie bei der Gestaltung vor?

Die Inhaltsstruktur anschauen, den Inhalt anlesen, Briefing mit dem Autor oder Auftraggeber – das alles inspiriert mich und es entstehen Bilder im Kopf und dann auf dem Papier

 

Was sind die „Kardinalfehler“ bei der Titelgestaltung?

Der Versuch, mit der Gestaltung alles zeigen zu wollen, „vollzupacken“ mit zu vielen Elementen -  weniger ist mehr und aufmerksamkeitsstärker! Das Cover sollte niemals losgelöst vom Inhalt gestaltet sein, sondern immer neugierig machen auf das, was den Leser erwartet.

 

Welche Regeln sollten Autoren beachten, damit das Design wirkt?

Die Grundidee des Buchinhalts sollte sich in der Titelgestaltung und im Bildmotiv wiederfinden. Das Cover zieht den Betrachter in den Bann, nicht so einfach bei tausenden anderen Buchtiteln im Umfeld. Daher empfiehlt sich eine plakative Gestaltung mit wenigen, ausdrucksstarken Elementen. Es empfiehlt sich, nicht mehr als zwei unterschiedliche Schriften zu wählen und bei der Farbwahl des Fonds/Hintergrundes auf gute Lesbarkeit bei der Schriftart und –farbe zu achten. Farben, Schrifttypen und Fotos erzeugen Stimmungen und Emotionen und die sollten zum Inhalt des Werkes passen. Zum Umschlag gehört nicht nur die Vorderseite, sondern auch der Buchrücken und die Rückseite. Die Harmonie in der Gestaltung bezieht sich auf das gesamte Cover von allen Seiten.

 

Welche Fragen werden am häufigsten gestellt?

Wie gehe ich es an? Was braucht der Gestalter von mir? Welche Kosten kommen auf mich zu?

 

Welche Ihrer eignen Erfahrungen sind besonders wertvoll bei der Design-Beratung für Buchautoren?

Gut auf die Vorstellungen und Wünsche des Autors/der Autorin einzugehen, gutes Zuhören, die Grundidee des Buches herauszufinden und dafür grafische Elemente und Visualisierungsideen zu finden. Für die Titelgestaltung gilt: Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte.

 

Welche Dienstleistungen bieten Sie an?

Beratung, Covergestaltung, Layout des Gesamtumschlags und Innensatz - vom Entwurf bis zum Layouts und der druckreifen Umsetzung für Printmedien

 

Welche wichtigsten Tipps geben Sie Autoren für ihr Titelcover?

Beachten Sie Ihr Buchformats: Welche Größe passt zum Inhalt und Umfang Ihres Werkes?
Erst recherchieren, dann entscheiden: Wer sich viel ansieht, ist sicherer in seiner Wahl der Gestaltungselemente. Welche Schriften werden für Bücher genutzt, die vom Titel und Unterzeile bis zu Inhaltsangaben rückseitig gut lesbar sind? Welche Bilder sprechen an? Welche Farben? Welche Gefühle werden erzeugt, was fällt mir besonders ins Auge. Was möchte ich davon für mein Buch nutzen. Gibt es Fotos – z.B. eigene oder bei Fotodatenbanken, die eingesetzt werden sollen?
Kurz gesagt: Die Gesamtgestaltung muss passen, jedes einzelne Element sollte gut erkenn- und lesbar sein und doch bekommt Ihr Buch ein ganz individuelles Gesicht.