Werde zur besten Version deines Selbst: Aus der Verstimmung in die Bestimmung - Im Interview mit Tanja Schade-Strohm

30/03/2017 – Autoren im Focus

 

Wie wäre es, wenn der Zugang zu unserem Selbst und zu unserer Bestimmung vor allem mit Klang, Frequenz und Stimmung zu tun hat? Betrachten wir es einmal so: Jeder Mensch ist ein (Musik-) Instrument des Kosmos mit einer individuellen Frequenz und einem eigenen Ur-Klang. Doch ist dieser – bspw. durch negative, unverdaute Kindheits- und Lebens-Eindrücke – verstimmt, vergleichbar einem wertvollen aber eingedrückten Orchesterinstrument, dann ist es schwer den eigenen Platz im Leben zu finden. Wer dieses Buch öffnet, wird ganz individuell wieder gestimmt und kommt mit der besten Version seines Selbst in Kontakt. 
Denn dieses Buch strukturiert sich beim Lesen für jeden von uns neu. Niemand muss es von vorne nach hinten lesen. Sein einzigartiger Aufbau erlaubt, dass sich jeder seiner aktuellen Situation, Interessens- und Bedürfnislage folgend, frei hindurch bewegen kann. Und den eigenen Erkenntnisweg wie von selbst findet.

 

Tanja Schade-Strohm ist eine Vermittlerin zwischen den Welten. Als Inhaberin ihrer Praxis für Psychotherapie und Medium für die Ebenen des reinen Bewusstseins begleitet Tanja seit über zwanzig Jahren Menschen in ihre Berufung und zu ihrem wahren Selbst. 

Als spirituelle Lehrerin hält sie Vorträge in ganz Deutschland. Tanja hat in New York und Asien gelebt und beschäftigt sich intensiv mit östlicher Philosophie und ganzheitlichen Energie- und Heilmethoden. Ihr heutiger Lebensmittelpunkt ist, gemeinsam mit ihrem Ehemann, Berlin.
Durch ihre Tätigkeit als Wissenschaftsmedium bewegt sie sich in Bereichen der Quantenmechanik, Philosophie und Psychologie. Die von ihr selbst entwickelten Therapie- und Coaching-Methoden setzt Tanja seit Jahren erfolgreich in Einzelsitzungen und bei öffentlichen Veranstaltungen ein. 
Zu ihren Veröffentlichungen gehört u.a. die erfolgreiche Buchreihe „Zwergelinchen“ für Autogenes Training und Persönlichkeitsentwicklung für Kinder.
www.tanja-schade-strohm.de

 

 

Frau Schade-Strohm, wie sind Sie auf die Analogie des Menschen mit einem Musikinstrument gekommen?

Eigentlich ist es keine Analogie, sondern eine Tatsache. In der Ayurvedischen Medizin und Psychologie gibt es einen völlig andern Krankheitsbegriff als bei uns in Europa. In dieser Heiltradition beginnt Krankheit nicht erst, wenn ein Mensch Schmerzen hat, körperliche, manifeste Symptome aufweist oder total erschöpft ist, sondern bereits dann, wenn er verstimmt ist. Also, wenn seine Stimmung (über einen längeren Zeitraum) gekippt ist – sei es durch eine schlimme Erfahrung, einen ungelösten Konflikt oder durch einen Lebensumstand, der dem Wesen und den Werten dieses Menschen nicht entspricht.

Als ich das zum ersten Mal gehört habe, war ich berührt, weil ich diese Art auf Menschen zu schauen als sehr feinsinnig empfinde und gleichzeitig die Eleganz der Heilungsmöglichkeiten, die hinter einer solchen Sichtweise steckt, mag. Also bin ich tiefer in die Ayurvedische Philosophie eingestiegen und habe sehr bald entdeckt, dass die Veden davon ausgehen, dass jeder Mensch über einen eigenen, einzigartigen Urklang verfügt. Dieser Urklang ist der Klang, den der Kosmos zur Zeit der Geburt eines Menschen gesummt hat. Und in diesem sind alle Informationen, die das Wesen, die Gaben und die Bestimmung eines Menschen ausmachen, „codiert“. Auf diesen Urklang richte ich die Heilarbeit mit meinen Klienten seit vielen Jahren aus. Und das hat sich sehr bewährt.

Der einzige Nachteil ist, dass wir unseren Urklang und den unserer Mitmenschen mit unseren bloßen Ohren nicht wahrnehmen können. Deshalb haben die meisten Menschen von (ihrem) Urklang im wahrsten Sinne des Wortes noch nie etwas gehört und kennen auch nicht seine Bedeutung.
Dennoch ist er da und wirkt massiv auf uns und unser Leben ein – nur eben außerhalb des Frequenzbereiches unseres Gehörs. Das hat mich verstehen lassen, dass wir Menschen kosmische Instrumente sind: Wenn wir in unserem Urklang leben, sind wir gesund und erfüllt. Ist unser Urklang verstimmt, fühlt sich das Leben meist weniger bis gar nicht mehr sinnvoll, „smooth“ und „richtig“ an. Zumindest aber läuft es ziemlich holprig. Die Lebensmelodie wird bizarr und disharmonisch.

Übrigens hat auch unsere Erde ihren ganz eigenen Ur-Klang, der inzwischen dank der NASA in einen für unsere Ohren hörbaren Frequenzbereich übersetzt werden konnte. Auf meiner Homepage gibt es mehr Informationen dazu...

 

 

Ein Musikinstrument wird in der Regel mit einer Stimmgabel gestimmt. Wie funktioniert dies bei Menschen?

Naja, die Stimmgabel selbst dient ja letztendlich auch nur zur Orientierung für den Stimmer eines Musikinstrumentes. Das eigentliche Stimmen ist ein Vorgang, der viel Fingerspitzengefühl und Erfahrung braucht. Und das ist bei uns Menschen nicht anders. Die Richtgröße ist nur halt keine Stimmgabel, sondern der eigene Urklang eines jeden Menschen.

Ich selbst empfinde mich in meiner Praxis oft als Instrumentenstimmer, der dabei hilft, den wunderbaren Klang meiner Klienten und Patienten wieder „freizulegen“. Wie bei einem wertvollen Musikinstrument, das durch das Leben eine Menge unschöner Beulen und Eindrücke abbekommen hat, die man sanft und mit Hingabe wieder ausdrücken sollte, so dass das Instrument wieder auf seinen ursprünglichen Klang und seine Schönheit einjustiert wird. Negative, unverarbeitete Lebenseindrücke und ungeklärte Konflikte erfordern heilsamen Ausdruck. Und darum geht es in meinem Buch. Es zeigt wie das geht, aus der Verstimmung wieder zu sich selbst und in die eigene Bestimmung zu kommen.

 

Ihr Buch hat eine besondere Struktur und muss nicht von vorne nach hinten gelesen werden. Wie funktioniert diese Struktur und wie sind Sie hierdrauf gekommen?

Jeder Mensch denkt, fühlt und entwickelt sich anders als ein anderer. Deshalb ist es mir wichtig, den Entwicklungs- und Erkenntnisweg zur besten Version des Selbst und aus der Verstimmung in die Bestimmung weder in meiner Praxis noch in meinem Buch starr vorzugeben. Und dennoch eine klare Struktur und Orientierung zu bieten. Deshalb habe ich auf Kapitel und einen chronologischen Aufbau des Buches komplett verzichtet. Stattdessen gibt es nun 39 sogenannte Patches, die alle sinnvoll miteinander verknüpft sind, so wie man es von Wikipedia kennt. Das war zwar eine ziemliche Herausforderung beim Schreiben, ermöglicht aber, dass sich jeder Leser frei durch das Buch bewegen und seinem aktuellen Interesse und Bedürfnis folgen kann. Jeder kann also in jedem Moment entscheiden, ob es gerade ein bisschen „Therorie-Input“ zu einem bestimmten Thema sein soll, oder, ob man das Thema lieber durch ein Märchen, den Einblick in eine Session in meiner Praxis oder eine praktische Übung vertiefen will.

 

Wie ist der Gedanke Ihrer Buchveröffentlichung gereift?

Puh, naja, wie die Dinge halt so reifen. Das ging über Jahre. Durch viele eigene Erfahrungen und Entwicklungen, Reisen und vor allem durch meine tägliche Arbeit in meiner Praxis für ganzheitliche Psychotherapie, Veränderungsberatung und Bewusstseinsentwicklung. Ich habe mit meinen Klienten zum Teil wirklich bahnbrechende, überwältigende Erfahrungen gemacht (im Grunde beschreibt es der englische Begriff „mind-blowing“ am besten), die alles in Frage stellten, was wir hier auf der Erde für WAHR und REAL halten. Das hat meinen Forschergeist immer weiter angetrieben und irgendwann dachte ich, ich möchte mehr Menschen an diesen Erfahrungen und Erkenntnissen teilhaben lassen in der Hoffnung, dass ich damit helfen kann. Und natürlich – und das möchte ich an dieser Stelle ganz klar sagen – habe ich jede Menge Wissen und paradigmensprengenden Input aus der geistigen Welt erhalten, der in meine Arbeit und in dieses Buch eingeflossen ist.

 

Wie sind Sie zu tao.de gekommen?

Mein Buch passt durch die Patchstruktur und die Unterschiedlichkeit der einzelnen Patches trotz klarer Zugehörigkeit zu ein und demselben Thema in kein klassisches Genre: Es gibt eben Theoriepatches, dann Patches, in denen man durch das Schlüsselloch meiner Praxis schauen kann, Patches mit praktischen Übungen, gechannelte Patches und Patches mit Märchen für die inneren Kinder. Aus meiner Zeit als Kinderbuchautorin habe ich gelernt, dass Verlage diese „Genrelosigkeit“ meist für kompliziert und schlecht vermarktbar halten. Das mag ja auch sein, ich bin schließlich kein Marketingexperte, aber wie soll etwas Neues entstehen, wenn man immer nur bei dem Altbewährten bleibt?

Auf jeden Fall war mir ziemlich schnell klar, dass ich als neue Autorin mit diesem außergewöhnlichen Buchformat auf dem Gebiet der Spiritualität, Philosophie und Bewusstseinsentwicklung wenig Chancen in einem renommierten Verlag haben würde. Als „alter Autorenhase“ hätte ich die dortigen Verlagsinhaber und Marketingexperten vielleicht für mein außergewöhnliches Buchformat, das sich eben keinem Genre zuordnen lässt und auch noch aus Patches besteht, für mein Thema gewinnen können. Aber so? Also brauchte ich einen klugen und professionellen Selfpublishing-Anbieter für mein Buch. Da ich die J. Kamphausen Mediengruppe und deren Publikationen sehr schätze, habe ich mich mit Tao beschäftigt. Und Bingo, das war ein Volltreffer. Bei Tao publizieren inzwischen jede Menge guter und intelligenter und erfahrener Autoren, und auch das hat mich voll überzeugt.

 

Hatten Sie eine genaue Vorstellung von Titel und Umsetzung Ihres Themas?

Vom Titel, der inhaltlichen Umsetzung, sowie meiner Patchstruktur zu 100 Prozent. Aber eben nicht von der gestalterischen Seite und all dem, was an so einer Publikation noch alles dranhängt. Und das ist ja nun nicht gerade wenig ;-).

 

Welche Unterstützung durch tao.de war für Sie besonders hilfreich?

Hm, wo soll ich da anfangen? Die Inhalte des Tao-Portals „durchzuarbeiten“ war für den Einstieg ins Selfpublishing extrem hilfreich. Ich hatte das Gefühl ich „lerne Autor“. Also natürlich nicht das Schreiben, das muss man schon selbst mitbringen, aber das ganze Drumherum wie Preiskalkulation, welche Marketingmaßnahmen und solche in den sozialen Medien man anstoßen kann und sollte etc. pp. Dafür bin ich wirklich dankbar. Und ganz besonders für die Möglichkeit einer persönlichen Autorenbetreuung, die man mit den komplexesten auf der einen und dusseligsten Fragen auf der anderen Seite behelligen kann. Das ist schon eine riesige Hilfe. Sarah Freier und Kirstin Dreimann haben neben ihrer immensen Professionalität und großen Hilfsbereitschaft einfach auch einen guten Humor. Das macht viel aus.

Nicht zu vergessen das Tao-Expertennetzwerk, das man vom ersten Tag an nutzen kann. Ich habe über Tao den perfekten Grafiker für den Innensatz, vor allem aber auch für die Covergestaltung meines Buches gefunden. Die Zusammenarbeit mit ihm hat großen Spaß gemacht.

 

Welchen Rat würden Sie angehenden AutorInnen mit auf den Weg geben. Gibt es etwas, was Sie heute anders machen würden?

Naja, ich bin ja gerade eben erst mit meinem Buch auf den Markt gekommen, also habe ich noch kein ganz so großes Repertoire an guten Empfehlungen für angehende AutorInnen. Fragen Sie mich dazu vielleicht noch einmal in ein oder zwei Jahren. ;-) Auf jeden Fall ist Selfpublishing eine tolle Sache und führt mit den Experten von Tao definitiv ans Ziel. Allerdings habe ich unterschätzt, wie arbeits- und zeitintensiv die Phase vom fertig geschriebenen Buchtext bis zum Tag der Veröffentlichung des Buches ist. Hierfür würde ich mir das nächste Mal mehr Freiräume schaffen und das nicht mehr „neben“ meinem voll laufenden Praxisbetrieb „durchziehen“. Ich brauche dafür nachts einfach zu viel Schlaf ;-).

 

Wenn wir die Ratschläge Ihres Buches befolgen und uns regelmäßig neu stimmen, sind wir dann für alle Eventualitäten gewappnet oder bedarf es mehr?

Oh je, ich hoffe, mein Buch ist gerade keine Aneinanderreihung von Ratschlägen geworden. Denn es geht ja bei der Entwicklung hin zur besten Version unseres Selbst in erster Linie um das eigene Erspüren und Kennenlernen der subtilen Dynamiken, die zwischen Sein und Schein unseres Lebens stattfinden und maßgeblich auf uns wirken. Oft auf einer sehr feinstofflichen und unsichtbaren aber nicht minder machtvollen Ebene. Es ist also eher ein Erkenntnisbuch, das der eigenen Bewusstseinsentwicklung dient. Der Fokus dieses Buches liegt dabei auf dem Prozess, heraus aus der Verstimmung und hinein in die eigene Bestimmung zu finden. Denn wie sollte man verstimmt zur besten Version des eigenen Selbst werden?

Aber Ihre Frage ist klug. Denn auch wer in seine Bestimmung einjustiert wurde, der kann wieder herausrutschen. Also ist es sicher empfehlenswert, sich in regelmäßigen Abständen neu zu justieren, so wie im Buch beschrieben. Denn schließlich muss auch jedes Klavier alle paar Monate gestimmt werden, um seine volle Brillanz zu entfalten und zu erhalten. Allerdings ist das Stimmen eines Klavieres jedes Mal ein ähnliches Procedere und niemand will so genau wissen, warum ein Klavier verstimmt ist. Das ist bei uns Menschen anders. Wir wollen verstehen, sind erkenntnisorientiert. Deshalb ist zwar jedes Wiedereinjustieren auf die eigene Bestimmung einfacher als beim ersten Mal, bei dem man seine Bestimmung vielleicht erst entdecken musste. Und dennoch geht es dann um die Frage: Warum bin ich aus meiner Bestimmung wieder herausgekippt? Wie konnte mir das (wieder?) passieren? Ich denke hier spielt unser Ego eine große, tragende Rolle. Ich kann mir also gut vorstellen, dass ein nächstes Buch mit dem Haupttitel „Werde zur besten Version deines Selbst“ die Bewusstseinsentwicklung des Lesers in eine Richtung führt, das Leben nicht mehr ganz so persönlich zu nehmen und dabei in einen Zustand der echten Selbstliebe zu gelangen. Paradox? Nein, das ist es nicht. Denn erst wenn unser Ego heilt, können wir uns mit dem Leben wirklich tief und liebevoll verbinden. Auf einer übergeordneten, transpersonalen Ebene. Vielleicht ist das der Anfang der Weisheit.  

 

Nun mal ganz ehrlich: Müssen Sie sich hin und wieder selbst neu stimmen?

Nein, für mich als Autorin eines solchen Buches ist das ein für alle Mal vorbei! Kleiner Scherz am Rande. ;-) Natürlich muss ich das genau wie jeder andere auch. Ich werde allerdings oft gefragt, ob ich schon die beste Version meines Selbst bin. Und das kann ich nur verneinen, denn die beste Version des Selbst ist ja kein Zustand, sondern ein Prozess, der sich mit dem Leben mit entwickelt. Sobald ich in eine für heute optimale Version „einraste“ und sich die Welt ohne mich weiterbewegt, läuft etwas schief. Denn schließlich ist nichts so fix und so sicher wie der Wandel. 

 

Weitere Informationen über die Autorin und ihr Buch gibt es hier:

 

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