Heute ist Dreikönigstag

06/01/2017 – Allgemeines

 

Caspar, Melchior und Balthasar, die drei Weisen aus dem Morgenland, ließen sich laut Matthäus-Evangelium in der Heiligen Nacht leiten von einem Stern, der sie zum Stall nach Bethlehem führte, in dem das Jesuskind lag. Soweit uns allen bekannt.

 

Wer brachte welches Geschenk?

Doch wer brachte welches Geschenk und warum gerade diese Gaben? Wissen Sie es? Erinnern wir uns an das einmal Gehörte und Gelernte:

Balthasar brachte Weihrauch und repräsentierte als königlicher Greis Europa, Caspar überreichte die Myrrhe und stand für den Kontinent Afrika und Melchior verschenkte das Gold und symbolisierte Asien, also die bis zu diesem Zeitpunkt bekannten drei Erdteile.
Die Gaben für das neugeborene Kind haben Symbolcharakter: Das Gold steht für Jesus als den weltlichen Herrscher, der Weihrauch als Geschenk für den zukünftigen Hohepriester Israels, für das Göttliche in ihm und die Myrrhe, eine Heilpflanze für den Heiler (Heiland) und Salbungskraut der Toten, für seine Sterblichkeit. Es scheint so zu sein, dass die Sterndeuter Jesus Christus wohl direkt nach seiner Geburt als König, Gott und Mensch erkannten.

 

 

So steht`s geschrieben: Matthäus Kapitel 2, Die Weisen aus dem Morgenland

Da Jesus geboren war zu Bethlehem im jüdischen Lande, zur Zeit des Königs Herodes, siehe, da kamen die Weisen vom Morgenland nach Jerusalem und sprachen: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenland und sind gekommen, ihn anzubeten.
Da das der König Herodes hörte, erschrak er und mit ihm das ganze Jerusalem. Und ließ versammeln alle Hohepriester und Schriftgelehrten unter dem Volk und erforschte von ihnen, wo Christus sollte geboren werden. Und sie sagten ihm: Zu Bethlehem im jüdischen Lande; denn also steht geschrieben durch den Propheten:  "Und du Bethlehem im jüdischen Lande bist mitnichten die kleinste unter den Fürsten Juda's; denn aus dir soll mir kommen der Herzog, der über mein Volk Israel ein HERR sei."
Da berief Herodes die Weisen heimlich und erlernte mit Fleiß von ihnen, wann der Stern erschienen wäre, und wies sie gen Bethlehem und sprach: Ziehet hin und forschet fleißig nach dem Kindlein; wenn ihr's findet, so sagt mir' s wieder, dass ich auch komme und es anbete. Als sie nun den König gehört hatten, zogen sie hin. Und siehe, der Stern, den sie im Morgenland gesehen hatten, ging vor ihnen hin, bis dass er kam und stand oben über, da das Kindlein war. 10 Da sie den Stern sahen, wurden sie hoch erfreut 11 und gingen in das Haus und fanden das Kindlein mit Maria, seiner Mutter, und fielen nieder und beteten es an und taten ihre Schätze auf und schenkten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe.
Und Gott befahl ihnen im Traum, dass sie sich nicht sollten wieder zu Herodes lenken; und sie zogen durch einen anderen Weg wieder in ihr Land.

 

 

Wie wird gefeiert und wo?

Der Tag der Heiligen Drei Könige oder auch Epiphanie wird am 06. Januar 2017 gefeiert. In Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt ist der heutige Tag ein gesetzlicher Feiertag und arbeitsfrei. Kinder – verkleidet als die Heiligen Drei Könige - ziehen von Haus zu Haus, singen und segnen das Haus mit einem Zeichen, das sie mit geweihter Kreide an die Haustür zeichnen. Das Kürzel "C+M+B", steht nicht für die Namen der Könige, sondern für den Segen "Christus Mansionem Benedicat" - Christus segne dieses Haus.
Möge auch Ihr Haus gesegnet sein. Mögen auch Sie sich reicht beschenkt fühlen von dem, was das Leben für Sie bereithält. Nutzen Sie die Gaben, die Sie mitbekommen haben auf Ihrem Weg durchs Leben. Jedem von uns leuchtet sein Stern – hell und verheißend. Schauen Sie hin…