Ehrentag des Unkrauts

28/03/2017 – Allgemeines

 

Ehrentag des Unkrauts

Wie oft haben wir uns schon über das lästige Grünzeug geärgert, das sich überall im Garten oder auf dem Gehweg verbreitet? Wir jäten und jäten und doch taucht es immer wieder auf. Wir suchen nach immer neuen Mitteln, wie wir diese Fremdlinge in unserem schönen Blumenbeet endlich loswerden können. Doch haben Sie sich schon einmal genauer mit Unkraut auseinander gesetzt? Oft werden viele Pflanzen und deren durchaus positiven Eigenschaften verkannt.

Aus diesem Grund haben Garten-Blogger im Jahr 2003 den Ehrentag des Unkrauts ins Leben gerufen, den auch wir heute mit Ihnen feiern möchten.

 

 

Unkraut vergeht nicht

Diese Floskel haben Sie bestimmt schon unzählige Male gehört und auch selbst genutzt. Sie wird meist verwendet, wenn man ausdrücken möchte, dass etwas einem nicht schaden kann oder dass jemand besonders hartnäckig oder widerstandsfähig ist. Denn wir alle wissen ja, wie hartnäckig Unkraut sein kann.

Der Duden definiert Unkraut als „die Gesamtheit von Pflanzen, die zwischen angebauten Pflanzen wild wachsen [und deren Entwicklung behindern]“. Klingt schon einmal nicht sehr positiv. Aber gepaart mit so schönen Namen wie Dreiteiliger Zweizahn, Behaartes Schaumkraut oder Große Knorpelmöhre werden diese Pflanzen zu wahren Feinden.

Aber sein wir doch mal ehrlich: Meist wissen wir gar nicht, was genau da in unseren Gärten wächst und haben uns auch noch keine wirklichen Gedanken darum gemacht.

Doch ein genaueres Hinsehen lohnt sich, denn allein in Deutschland gibt es rund 1500 essbare    (Wild-)Kräuter, welche oft vitaminreicher sind, als das Gemüse aus dem Supermarkt.

 

 

Unkraut oder Heilkraut?

Statt also die Wiese oder den Garten von den ‚lästigen‘ Pflanzen zu befreien, fragen Sie doch zunächst einmal die Online-Unkrautbestimmung der BISZ. Hier können Sie durch Angabe von Farbe, Blütenstand oder auch Stängelform das Unkraut genau bestimmen.

Vielleicht wachsen bei Ihnen z.B. Brennnessel, Löwenzahn oder Giersch, von denen wir die wohltuende Wirkung bereits aus Tees kennen. Oder vielleicht der Gundermann, ein Wildkraut reich an Vitamin C und Kalium, welches gleichzeitig entzündungshemmend wirkt. Auch die Vogelmiere ist ein wahres Wunderwerk der Natur. In ihr steckt u.a. Kalium, Magnesium und Eisen, aber auch viel pflanzliches Eiweiß.

Doch aufgepasst, sammeln Sie bitte nur die Wildkräuter, die Sie auch wirklich kennen und eindeutig zuordnen können. Bärlauch, ein sehr beliebtes Kraut in Pestos oder Suppen, wird häufig mit den Maiglöckchen verwechselt, die wiederum sehr giftig sind.

 

Wenn Sie mehr über das spannende Thema des Unkrauts bzw. der Wildkräuter erfahren möchten, hier noch ein Buch-Tipp aus dem tao.de-Shop: