„Und da merke ich dann auch jedes Mal so ein Kribbeln in den Fingern … "

09.06.2016

Als Verleger werde ich häufig gefragt, nach welchen Kriterien ich entscheide, ob ein Manuskript für eine Veröffentlichung geeignet ist oder nicht.

Ein Verlag ist ein Wirtschaftsunternehmen. D.h. am Ende des Jahres müssen wir so viele Bücher verkauft haben, dass wir aus den Einnahmen unsere Mitarbeiter und Autoren, die Herstellung der Bücher, das Lager und alle sonstigen Kosten (und meinen Lohn ;-)) bezahlen können.
Zudem benötigen wir für neue spannende Projekte einen Überschuss, sonst ist der Verlag sehr schnell am Ende.

Da ist also eine wesentliche Frage, die ich mit JA beantworten muss: Finde ich für das Buch genügend LeserInnen? D.h. mindestens 3.000 KäuferInnen bei deutschsprachigen Manuskripten und 5.000 bei englischsprachigen – da kommen ja noch die Kosten für die Übersetzung hinzu.

Thematisch interessiert mich natürlich das am meisten, was mich selbst gerade bewegt. Wenn ich auf Fragen stoße, die auch ich mir stelle oder Antworten finde, die mir ein Stück auf meinem persönlichen Weg weiterhelfen. Manchmal ist es aber auch so, dass ein Thema meine Neugier weckt, weil es sehr originell bearbeitet worden ist.

Unser Verlag – vielleicht sogar jeder Verlag - ist im Grunde eine Art Kristallisationspunkt. Und daran docken sich Menschen, Themen und Organisationen an. Es entsteht ein Netzwerk, das sich gegenseitig befruchtet.

 

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Herzlichst, Ihr Joachim Kamphausen

Kategorie: Verlagswesen