Unsere schöne (?) neue digitale Zukunft

10.02.2017

Wir haben in unserem Verlag in den vergangenen Wochen die beiden Bücher von Christoph Keese, Silicon Valley und Silicon Germany gelesen und die Folgen der Digitalisierung für unser Unternehmen und unsere Arbeit diskutiert.

 

Da kommt wirklich revolutionäres auf uns zu! Und mancher Aspekt gruselt mich.

 

Wenn man den Prognosen glauben schenkt, dann wird sich unsere Lebens- und Arbeitswirklichkeit in den kommenden 10 Jahren noch einmal grundlegend verändern, nicht nur, weil in vielen Bereichen bis zu 50% insbesondere der qualifizierten Arbeitsplätze wegfallen werden – sondern auch wg. der Manipulations- und Machtmissbrauchsmöglichkeiten, denen wir mehr und mehr ausgesetzt sein werden.
 


 

„Man“ wird immer genauer wissen, welche Produkte / Dienstleistungen wir uns wünschen (– weil wir so bereitwillig unsere Daten und unsere Vorlieben dem Internet verraten –) und uns diese in immer raffinierterer Form unterjubeln. Wobei selbstverständlich nicht unser Nutzen, sondern – wie bereits jetzt – die Zahlungsbereitschaft der Werbenden den Ausschlag geben wird, wie aussichtsreich das Produkt in unserem Aufmerksamkeitsfeld positioniert sein wird.

 

Sodann werden unsere höchst sensiblen persönlichen Daten irgendwann auch der politischen Macht zur Verfügung stehen und missbraucht werden können.

 

Wenn wir jetzt einer vertrauensvollen Person oder Institution unsere Daten freigiebig überlassen, kann durch ein Verkauf oder eine andere Form des Wechsels in der Führung dieser Unternehmung, plötzlich das gesamte Datenmaterial in die „falschen“ Hände fallen. Und was jetzt noch völlig legal und unproblematisch scheint, kann – in einem anderen Kontext betrachtet – plötzlich zu einer Waffe, die gegen uns gerichtet wird, werden, weil wir uns nicht „effektiv“ genug verhalten, d.h. das Falsche essen, denken, tun, uns zu wenig bewegen, die falschen Freunde haben, politisch nicht opportun sind… Denn das alles geben wir durch unser Verhalten im Internet preis.

 

Ich kann nur raten: Sei vorsichtig! Bewahre oder begehre Deine Mündigkeit – bleibe Herr/Frau über Deine Daten, lass Dich nicht ausspionieren - zurück, auch wenn die eigene Bequemlichkeit NOCH genießt, dass alles so einfach, heinzelmännchenhaft und auf unsere Bedürfnisse hin zugeschnitten geschieht. Das dicke Ende kommt gewiss. Es gibt kein Unternehmen, das seine Produkte und Dienstleistungen ohne Gegenleistung anbietet – auch wenn es für Dich ganz anders ausschaut...
 


 

Doch auch wir können und wollen uns der Digitalisierung nicht verschließen. Wir suchen einen Weg, der – unserer Arbeit und unseren Veröffentlichungen entsprechend – nicht manipuliert, sondern, ganz im Gegenteil, in die Freiheit, den Frieden und die Verbundenheit führt.

 

Was mich dabei brennend interessiert: Hast Du Dich mit diesem Thema bereits beschäftigt und zu welchen Lösungen/Antworten bist Du für Dich – und wenn Du ein Unternehmen hast – für Deine Kunden gekommen?

 

Joachim Kamphausen

 

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